Frühling am Horizont

Frühling am Horizont

Hört ihr morgens schon die Vögel zwitschern? Und ist euch aufgefallen, dass es schon eine Viertelstunde länger hell ist? Es geht bergauf. Kommt nun der Frühling? Nach diesen milden Monaten, die ich mir doch frostig, weiß und glitzernd gewünscht hatte. Wenn die Sonne scheint leuchtet die Welt beinahe im Frühlingslicht. Doch der Winter lauert noch. Ich halte meine Frühlingsvorfreude noch ein wenig zurück, denn Wiesen und Wälder brauchen den Frost. Ein paar tiefgekühlte Tage gönne ich ihnen, bevor es dann wirklich wieder Grün werden darf.

Frühling am Horizont

Jedes Jahr frage ich mich, ob ich ihn nun mag, diesen Januar. Einerseits wirkt er irgendwie leblos und grau und unglaublich lang. Andererseits herrscht so eine Neustart-Stimmung und mein Kopf sprudelt vor Plänen und Ideen und Vorfreude auf ein neues Jahr, das gestaltet werden will.

Wahrscheinlich braucht es genau diese Zeit, in der man sich mit nichts als seinen eigenen Wünschen und Träumen beschäftigt. Denn wenn im Frühling das Leben wieder zu pulsieren beginnt, dann ist nicht mehr viel Zeit zum Pläneschmieden. Ich entscheide mich also diesen Januar zu mögen.

Kaum sind die Funken der letzten Raketen in der Silvesternacht verglüht, widme ich mich der Urlaubsplanung. Die begrenzte Zahl an Urlaubstagen will schließlich optimal in den Kalender eingebaut werden. Niemals würde ich riskieren, ein langes Wochenende zu übersehen. Diese langen Wochenenden sind fantastische Anker im Frühjahr. Kurztrips, Wanderungen, Städtereisen und fröhliche Gartenstunden füllen diese Tage. Es lohnt sich auch immer wieder die regionalen Ausflugsziele auszukundschaften. Überall in Deutschland gibt es zahlreiche Wanderrouten, Freilichtmuseen, Tierparks, Gartenausstellungen, Sportwettkämpfe, Handwerkermärkte… Ein Besuch lohnt sich immer! Manchmal stellt sich das erst Tage später heraus.

Nachdem ich alle Urlaubstage, abgesehen von einem kleinen Vorrat für Fernweh-Notfälle, verplant hatte, ging es an die Gartenplanung. Dieses Jahr kommt mir das alles sehr entspannt vor. Schließlich ist Landmaries Garten vorbereitet. Die Beete sind schon da, der Weg ist schon umgelegt, die Zäune stehen und haben den Winter überlebt. Ich kann mich also ausschließlich mit der Bepflanzung der Beete beschäftigen. Hier gibt es einiges zu beachten. Es gibt gute und schlechte Nachbarn im Gemüsebeet. Manche Sorten muss ich als Pflanzen kaufen oder auf der Fensterbank vorziehen. Andere kann man direkt als Samen in die Erde drücken. Zusätzlich zum Garten habe ich dieses Jahr noch ein paar Quadratmeter Balkon zur Verfügung. Dort werde ich einige Salatpflänzchen, Radieschen und Kräuter in Blumenkästen und Kübeln anpflanzen. Ein paar frische Zutaten können das Frühstücksbrot schließlich enorm aufwerten. Nachdem die Tomaten im letzten Jahr im Garten nicht wirklich funktioniert haben, werde ich dieses Jahr einen neuen Versuch in der sonnigsten Ecke des Balkons starten. Das könnte besser funktionieren, da die Pflanzen dort geschützter stehen und ich sie immer im Blick habe. Für die Küchenfensterbank sind schon neue Blumenkästen unterwegs, die dann im Frühjahr mit Kräutern bestückt werden.

Ach, ich freue mich und es kribbelt schon in den Fingern. Ein wenig Geduld muss ich aber wohl noch haben. In der Zeit überlege ich schonmal, wie ich das Gartenhaus von innen herausputze. Schließlich soll dort einmal ein zweites Wohnzimmer entstehen: Für verplauderte Nachmittage im Grünen, an denen man gemütlich beobachten kann, wie dicke Regentropfen auf der Terrasse zerplatzen.

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