Naherholungsgarten – Es ist Juni

Naherholungsgarten.

Von einem Ort, an dem die Zeit wenigstens ein bisschen langsamer läuft.

Ich wollte nie glaube, dass die Zeit immer schneller vergeht, je älter man wird. Das klingt auch total unlogisch, fühlt sich aber tatsächlich so an. Liegt es daran, dass in so einem erwachsenen Leben scheinbar mehr passiert? Oder liegt es daran, dass Erwachsene keine Tage und Stunden mehr zählen bis zum nächsten Highlight im Jahr? Ich weiß es nicht. Merkwürdig ist das. Schon oft habe ich mir vorgenommen irgendwie dagegen zu steuern, aber noch keine Strategie gefunden.

Doch es gibt Lichtblicke: Allen voran die Zeit im Garten. Kaum habe ich das Törchen hinter mir geschlossen, scheint die Zeit langsamer zu laufen. Letztes Jahr habe ich noch über zu wenig Gartenzeit gejammert, dieses Jahr habe ich nichts zu meckern. So schlecht war der Sommer hier bisher also nicht. Das Gemüse wächst prächtig und ich habe genug Zeit mich dem Unkraut zu widmen, eine Terrasse zu bauen und in der Sonne zu sitzen. Wenn dann der Wind das Schilf rascheln lässt, die Vögel zwitschern und der Himmel mit kleinen weißen Wölkchen dekoriert ist, dann ist alles perfekt im Naherholungsgarten.

Meine ersten drei Gartenjahre waren alle unterschiedlich. Jedes Jahr hatte sein eigenes Projekt. Am Anfang stand der Abriss, dann folgte der Aufbau von Beeten und Wegen. In diesem Frühjahr kam die neue Holzterrasse dazu, auf der ich es in diesem Sommer das erste Mal geschaffte habe, einfach nur dazusitzen und umher zu schauen auf all das Schöne um mich herum. Es braucht nicht viel um die Zeit ein wenig anzuhalten, man muss nur die Lücke finden.

Naherholungsgarten – Es ist Juni

Naherholungsgarten – Es ist Juni

Naherholungsgarten – Es ist Juni

Naherholungsgarten – Es ist Juni