Sommerregen

Der Zauber eines Sommerregens.

Dunkelgelb und Grün.

Nach vier schwülheißen Tagen türmen sich endlich die Wolken am Horizont auf. In der Ferne grummelt es leise. Das Licht wird dunkelgelb, ein verheißungsvoller Wind kommt auf und dann beginnt es schließlich zu regnen. Erst klatschen dicke, einsame Tropfen auf den heißen Asphalt und die trockene Erde. Dann werden es mehr. Die Menschen stört es nicht. Sie sind mit ihren Einkäufen und Heimwegen beschäftigt. Schwitzig aufgeheizt vom Tag wird der Regen mit einem Lächeln begrüßt. Der Tropfentakt wird schneller und die Pflanzen im Beet strecken sich fast sichtbar dem nassen Himmel entgegen.

Während die Sonne einen perfekten doppelten Regenbogen an den schwarzen Himmel malt, regnet es diese dicken Sommerregentropfen, die irgendwie nicht richtig nass machen. Das Thermometer fällt von 34 auf 21 Grad. Zwischendurch peitscht der Wind die Tropfen an die Fensterscheiben. Dann wieder leises Getröpfel. Alles atmet spürbar auf. Kleine Bäche mit Bläschen von Blütenstaub fließen Straßen und Wege hinab und die Regentonnen sind endlich wieder gut gefüllt. Nach einer Stunde hat sich der Himmel ausgeweint und alles strahlt tiefgrün in der gelben Abendsonne, die sich zwischen den Horizont und die letzten Wolken schiebt.