Plötzlich ist Mai

Und Plötzlich ist Mai.

Und plötzlich ist Mai.

Die erste Jahreshälfte rennt. Ein Highlight jagt das nächste, jeder freie Tag füllt sich wie von selbst mit Terminen und jede Stunde muss irgendwie genutzt werden. Alle wollen meine Zeit. Familie, Freunde, Kunden, der Sportverein, der Garten, das Auto, die Wohnung. Irgendwas ist immer. Und ist gerade mal nichts, lauert ein neues To Do garantiert schon hinter der nächsten Stunde. Klar, da steht ganz bald der Sommerurlaub an, doch auch der ist eingerahmt von Veranstaltungen, sodass die Rückfahrt schon wieder volle Konzentration auf die kommenden Tage erfordern wird.

Wo bleibt die Zeit einfach dazusitzen und in der Gegend herumzuschauen, wo bleibt der Raum für spontane Einfälle, wo die Ruhe? Es ist nicht einmal Zeit sich auf den nächsten Programmpunkt zu freuen. So werden schöne Verabredungen zu Terminen, die es abzuhaken gilt. Ich mag das so nicht.

Irgendwann bekomme ich das in den Griff. Habe ich mir geschworen. Das ist Jahre her. Aber jedes Jahr rennt schneller und wilder. Jetzt habe ich gekündigt. Den Job, nine to five und das Büro. Ich mache selbstständig weiter. Das bedeutet gerade eine zusätzliche Herausforderung: Mit Ämtern sprechen, Steuerberater verstehen, Krankenkasse hinterherlaufen, Geschäftspapiere drucken. Und dabei immer freundlich bleiben.

Ich freue mich auf mein eigenes kleines Büro, meine eigenen Kunden, meine eigenen Entscheidungen. Zwar war es bisher gar nicht so sehr die Arbeit, die mich stresste. Die Freizeit gestaltete sich oft viel anstrengender. Doch jetzt kann ich mich neu sortieren, denn da musste Raum zum Atmen her. Frische Luft für die Lunge und fürs Herz.

Frische Luft bekomme ich im Garten – und da gehe ich jetzt hin. Herrlich einfache Dinge tun. Offline.

Endlich im Garten
Endlich im Garten

 

Endlich im Garten
Endlich im Garten